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Anpassungs­störung

Anpassungs­störung

Wenn Verände­rungen zur Belastung werden

Belastende Lebensereignisse und größere Veränderungen können Menschen vorübergehend aus dem Gleichgewicht bringen. Häufig gelingt es, sich nach einiger Zeit an die neue Situation anzupassen. Manchmal bleiben die psychischen Beschwerden jedoch bestehen und beeinträchtigen den Alltag deutlich. In diesem Fall kann eine Anpassungsstörung vorliegen.

Eine Anpassungsstörung entsteht meist als Reaktion auf eine konkrete Belastung oder eine einschneidende Veränderung. Die Beschwerden treten häufig innerhalb weniger Wochen oder Monate nach dem belastenden Ereignis auf. Wie stark sie ausgeprägt sind, ist von Person zu Person unterschiedlich.

Typische Auslöser können sein:

  • eine Trennung oder der Verlust eines nahestehenden Menschen,
  • berufliche Veränderungen, Konflikte oder Arbeitsplatzverlust,
  • gesundheitliche Belastungen oder eine schwere Diagnose,
  • Umzüge und andere Umbruchsituationen im Leben,
  • familiäre Konflikte oder Veränderungen,
  • anhaltende Überforderung in verschiedenen Lebensbereichen.

Mögliche Beschwerden

Eine Anpassungsstörung kann sich sowohl emotional als auch körperlich bemerkbar machen. Mögliche Anzeichen sind:

  • anhaltende Niedergeschlagenheit,
  • Ängste und innere Unruhe,
  • starkes Grübeln,
  • Schlaf- und Konzentrationsprobleme,
  • Reizbarkeit oder emotionale Überforderung,
  • sozialer Rückzug,
  • Schwierigkeiten, alltägliche Aufgaben zu bewältigen.

Nicht jede belastende Reaktion ist automatisch eine psychische Erkrankung. Entscheidend ist, wie stark die Beschwerden sind, wie lange sie anhalten und in welchem Maß sie das persönliche, soziale oder berufliche Leben einschränken.

Nachdenklicher Mann sitzt zwischen Unterlagen auf dem Boden

Behandlung einer Anpassungs­störung in Ludwigshafen am Rhein

In der Therapie in der RJS Praxis für Psychotherapie geht es zunächst darum, die aktuelle Belastung und ihre Auswirkungen besser zu verstehen. Gemeinsam werden individuelle Auslöser, Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen betrachtet.

Ziel ist es, wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen und die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken. Dabei wird das therapeutische Vorgehen an die persönliche Situation und das individuelle Tempo der Patientinnen und Patienten angepasst.

Eine frühzeitige Unterstützung kann helfen, die Belastung besser zu bewältigen und einer Verschlechterung der Beschwerden entgegenzuwirken.

Im Mittelpunkt der Behandlung stehen:

  • die Verarbeitung der aktuellen Belastung,
  • die emotionale Stabilisierung,
  • die Entwicklung neuer Bewältigungsstrategien,
  • die Aktivierung persönlicher Stärken und Ressourcen,
  • die Verbesserung des Umgangs mit Stress,
  • der schrittweise Aufbau neuer Perspektiven.