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Angststörung

Angststörung

Wenn Angst den Alltag bestimmt

Angst ist zunächst eine natürliche und wichtige Reaktion des Körpers. Sie warnt vor Gefahren und hilft dabei, in belastenden Situationen schnell zu reagieren. Von einer Angststörung spricht man, wenn Ängste besonders stark auftreten, über längere Zeit bestehen oder den Alltag deutlich einschränken.

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie können sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche Patientinnen und Patienten erleben intensive Angst in bestimmten Situationen, andere leiden unter anhaltenden Sorgen oder plötzlich auftretenden Panikattacken.

Typische Beschwerden sind:

  • starke innere Anspannung und Unruhe,
  • anhaltende Sorgen oder Grübeln,
  • Vermeidung bestimmter Orte oder Situationen,
  • körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel oder Atemnot,
  • Panikattacken mit einem starken Gefühl von Kontrollverlust,
  • Einschränkungen im beruflichen, sozialen und privaten Alltag.

Häufig versuchen Betroffene, angstauslösende Situationen zu vermeiden. Kurzfristig kann dies entlastend wirken. Langfristig wird die Angst dadurch jedoch meist verstärkt, da korrigierende und positive Erfahrungen ausbleiben.

Behandlung von Angststörungen in Ludwigshafen am Rhein

Angststörungen lassen sich in vielen Fällen gut psychotherapeutisch behandeln. Zu Beginn werden die Beschwerden, mögliche Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren gemeinsam betrachtet. Anschließend wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt.

Im Mittelpunkt der Therapie stehen unter anderem:

  • die Veränderung angstauslösender Gedanken,
  • der schrittweise Abbau von Vermeidungsverhalten,
  • Exposition und behutsame Konfrontation mit angstauslösenden Situationen,
  • ein besserer Umgang mit körperlichen Angstsymptomen,
  • die Stärkung der Selbstwirksamkeit.
Frau übt bewusstes Atmen vor einem Spiegel

Bei der Exposition setzen Sie sich schrittweise und therapeutisch begleitet mit Situationen, Gedanken oder körperlichen Empfindungen auseinander, die Ihnen Angst machen. Ziel ist es, neue Erfahrungen zu sammeln und zu erleben, dass die Angst mit der Zeit nachlassen kann, ohne dass die befürchteten Folgen eintreten.

Ziel der Behandlung ist es, die Angst besser zu verstehen, Einschränkungen im Alltag zu reduzieren und wieder mehr Sicherheit und Handlungsfreiheit zu gewinnen. Das therapeutische Vorgehen wird dabei stets an die persönliche Situation und das individuelle Tempo angepasst.